Yoga in Dahab

 

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Ahimsa: Gewaltlosigkeit

 

 

 

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1. Yama

Ahimsa ist das Bestreben, nach Möglichkeit keinem Lebewesen Schaden zuzufügen, weder in Taten noch in Worten oder Gedanken.

  • Kaya: keine physische Gewalt
  • Vacha: keine gewalttätige Rede oder Sprache
  • Manas: keine gewalttätiges Denken

Durch das ungezügelte Loslassen von Emotionen wie Zorn, Verurteilung, Kränkung oder Angst können schwerer körperliche und seelische Verletzungen, besonders bei Kindern, verursacht werden. Menschen, die in groben Gefühlszuständen leben, erzeugen ein für die Umgebung destruktives Lebensmilieu. Daher sollten wir uns bemühnen, unsere negativen Emotionen unter Kontrolle zu halten. Das Unterdrücken von negativen Emotionen ist keine Lösung und kann auf lange Sicht psychische Schäden oder Krankheiten auslösen. Wir müssen lernen mit unseren negativen Emotionen angemessen umzugehen. Sie sollten ausgedrückt werden, aber ohne damit neue Verletzungen beim anderen hervorzurufen.

Die meisten Menschen haben ihre Affekte weitgehend unter Kontrolle und setzen keine gewalttätigen Aktionen. Auf der nächsten Stufe sollten wir aber auch kontrollieren, wie viel negatives wir in Worten (oder in ihrem Ton) ausdrücken. Gewalttätigkeit in verbaler Form kann ebenso mächtig wie und schmerzhaft sein wie physische Gewalt. Aufmerksamkeit und Zurückhaltung ist hier oberstes Gebote, den oft verletzen wir durch Unkenntnis oder Ignoranz.
Ein weiser Spruch lautet:

Bedenke, was du in deinen Mund beförderst (Ernährung) und was aus ihm herauskommt (Achtsamkeit der Worte).

Auch unsere negativen Gedanken können von anderen Menschen unbewußt wahrgenommen werden. Emotionen sind Zustände der Bewusstseinsenergie. Sie werden durch Körperhaltung, Gesichtsausdruck und Bewegung ausgestrahlt und vom anderen meist nur auf einer unbewußten Ebene empfangen. Die Verletzung ist hier möglicherweise gering, aber doch vorhanden.

Pantanjali beschreibt den Effekt dieses yama folgendermaßen:
2.35 Wer stetig Gewaltlosigkeit übt, dem wird keine Feindschat entgegen gebracht.
(ahimsa pratishthayam tat vaira-tyagah)

Diese wichtige Regel in Yoga sollte auch bei einem selbst zur Anwendung kommen. Gerade beim Praktizieren von Asanas (=Körperpositionen) dürfen keine Schmerzen auftreten. Der Körper sollte nicht in Positionen gezwungen werden, die ihm möglicherweise schädigen. Übermäßiger Ergeiz und Wettbewerbsdenken sind im Yoga fehl am Platz.

 

 

© Jana A. Czipin
OM SHANTI OM
letztes update: 11.08.2010