Yoga in Dahab

 

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3. Asana: Körperübungen

 

 

 

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Die dritte Stufe des Ashtanga-Yogas soll unseren Körper gesund erhalten, damit wir unseren Weg zur Erleuchtung in Gesundheit und Kraft gehen können. Der Körper wird als Wagen gesehen, der uns sicher und gesund durchs Leben transportieren kann.

Asana bedeutet Einschränkung der Bewegung. Durch das Halten des Körpers in einer Position wird auf bestimmte Körperteile Druck ausgeübt und die Durchblutung dort gefördert.

Durch die vertiefte Atmung (Ujjayi-Atmung) in der körperlichen Arbeit verbessert sich die Versorgung mit sauerstoffreichem Blut. Dadurch wird der Stoffwechsel und die Verdauung angeregt, die inneren und äußeren Organe besser durchblutet. Dies bedeutet auch, dass die Körperzellen besser mit Nährstoffen versorgt werden und Abfallstoffe, wie z.B. abgestorbene Körperzellen rascher abtransporiert werden. Dies erzeugt eine Regeneration des Körper, sodaß alte Yogis oft erstaunlich jung aussehen.

Gleichzeitig werden durch das Halten der Stellungen Muskeln und Sehnen gestärkt und dehnt. So bleibt die Muskulatur bis ins hohe Alter geschmeidig und leistungsfähig. Blockaden lösen sich mit zunehmender Praxis und das Nervensystem erfährt eine Harmonisierung. Bei regelmäßiger Praxis nimmt man verblüffend schnell wahr, wie der Körper flexibler und weicher wird. Angenehm ist auch, dass man sich nach einer Yoga-Stunde nicht nur ruhig und ausgeglichen fühlt, sondern auch kraftvoll und energiegeladen. Erschöpfungszustände wie nach einer Sportstunde stellen sich meistens nicht ein.

Viele psychische Probleme äußern sich zuerst in körperlicher Form. Häufig sind es Blockaden, verspannte Muskeln oder organisches Unwohlsein. Die Asanas können hier über den körperlichen Weg der Psyche helfen. Indem die Muskeln sich entspannen, die Blutzirkulation verbessert wird und und Beweglichkeit gefördert wird, beugt man Krankheiten vor und kräftigt neben dem Körper auch den Geist. Da während der Praxis der Asanas der Geist sich völlig auf die körperliche Arbeit konzentriert, kann er sich ausruhen. Selbst wenn man mit großen seelischen Belastungen in eine Yogaklasse geht, hat man seine Probleme häufig nach kurzer Zeit vergessen und geht entspannter und ausgeglichener nach Hause. Die Probleme verschwinden nicht, aber man hat mehr Kraft, sich mit ihnen auseinander zu setzen.

Es wird großer Wert auf die Beweglichkeit der Wirbelsäule gelegt, an welche das Rückenmark entlangläuft. Die Übungen haben somit Auswirkungen bis ins Zentralnervensystem im Gehirn. Da die Asanas ruhig und konzentriert ausgeführt werden, richtete sich die Aufmerksamkeit auf die inneren Vorgänge. Der Geist wird hier schon auf Fokusierung und Konzentration trainiert. Asanas sollten auch deshalb als Vorstufe zum Pranayama geübt werden, um die Wirbelsäule beweglich zu halten und über einen längern Zeitraum aufrecht sitzen zu können, ohne durch quälenden Schmerzen von den geistigen Übungen abgelenkt zu werden.

Asanas müssen zwei Qualitäten haben, ohne die die Übungen reine Gymnastik und Akrobatik sind:

  1. Sthirma: Stabilität
  2. Sukham: Bequemlichkeit
Ist der Körper stabil und verankert, dann wirkt diese Qualität auch auf den Geist. Stabilität erreiche ich vor allem durch das Halten von Bandhas, einem körperlichen Verschluss. Weiters darf die Stellung keine starken Schmerzen verursachen, man soll sie genießen können. Dem Körper darf keine Gewalt angetan werden (denke hier wieder an das 1. Yama: Ahimsa: Gewaltlosigkeit). Es kann eine Weile dauern, bis die Qualität der Bequemlichkeit erreicht ist, doch je regelmäßiger man übt, desto leichter fallen einem die Positionen.

Patanjali fordert:
2.46 Die Haltung (geistig wie körperlich) ist stabil und ausgeglichen.
(sthira sukham asanam)

Meisterschaft in einer Stellung erreicht man dann, wenn sie einem leicht fällt, wenn man sie entspannt und locker halten kann und fähig ist, in ihr zu meditieren.

Patanjali sagt dazu:
2.47 Die Anstrengung endet durch die Entspannung und durch die Meditation im Endlosen.
(prayatna shaithilya ananta samapattibhyam)

2.48 Dadurch gibt es keine Angriffe der Gegensätze (heiß-kalt, gut-böse, oben-unten) mehr.
(Tato dvandva ânabhighâtah)

 

-> 4. Pranayama

 

 

© Jana A. Czipin
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letztes update: 11.08.2010