Yoga in Dahab

 

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Brahmacharya:
Mäßigung in allen Dingen

 

 

 

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4. Yama

Brahman-Acharya bedeutet wörtlich sich in Richtung des höchsten Wissens zu bewegen. Dies gelingt durch Mäßigung in allen Dingen, sei es nun beim Essen, Trinken, Einkaufen, Fernsehen oder Sexualität. Man versucht, Extreme zu vermeiden.Die Bhagavad Gita beschreibt dies so:

BG 4:16:
Yoga ist ungeeignet für den, der zuviel ißt oder gar nichts ißt. Ebenso wenig für den, der zuviel schläft oder gar nicht schläft.

Mit Essen ist hier nicht nur Nahrung für den Magen gemeint, sondern auch die Nahrung für die Sinne. Wer zuviel Computer spielt oder in den Fernseher starrt, der überfüttert seine Augen (und damit den Geist), wer zu laut oder zu viel Musik hört, tut das selbe für die Ohren. So kann es auch der Nase (Geruch) und der Haut (Berührung) ergehen.

Auch der Schlaf hat eine Doppelbedeutung. Es bezeichnet ebenso den Kontakt mit der Außenwelt. Jeweils zuviel oder zuwenig ist ungesund. Mäßigung ist das Ziel.

So sagt Patanjali:
2.38 Wer sich stetig in Mäßigung übt, der erlangt die Kraft sich weiter zu entwickeln.
(brahmacharya pratisthayam virya labhah)

In den meisten religiösen Yogatraditionen wird dieses Yamas mit Verlangen nach dem Zölibat und Mönchstum ausgelegt, da Sexualität und intime Beziehungen problematisch sein können und Energie kosten. Die Konzentration auf die spirituelle Entwicklung wäre damit beeinträchtigt. Der Student soll sich allein auf die Vereinigung mit Gott konzentrieren. Patanjali ist in diesem Sinne nicht religiös (und wurde dafür auch kritisiert und als zu wenig "gläubig" zurückgewiesen), weil er den Glauben an Gott "nur" als Mittel zur Beherrschung des Geistes ansieht, nicht aber als letztendliches Ziel, wie es die Ansicht der Religionen ist.

 

 

© Jana A. Czipin
OM SHANTI OM
letztes update: 11.08.2010