Praxisbuch Pranayama




 

Patanjali

 

Die Yoga-Sutra von Patanjali besteht aus 195 Sanskrit-Versen und beschreiben unter anderem die Techniken und die Philosophie des Ashtanga Yogas.

Man geht im allgemeinen davon aus, dass Patanjali sein Buch über Yoga irgendwann zwischen 300 v. Chr. und 200 n. Chr. geschrieben hat. Ihm werden in Indien auch ein Buch über die Grammatik und eine weiters über Ayurveda zugeschrieben, aber die westliche Wissenschaft meint, dass diese Bücher von einer anderen Heilien des gleichen Namen geschrieben worden seien.

Der Legende nach flehten die Menschen zu den Göttern, sie mögen doch jemanden schicken, der sie von ihrem Leiden erlösen könnte. Mit der Geste des Bittens (Hände wie einer Schale geformt und erhoben -> Anjeli Mudra) flehten sie die Götter um Hilfe an. Der Gott Vishnu ruhte auf seinem Bett, das durch Adisesha (= die erste Sesha, König der Schlangen) gebildet wurde. Der König aller Schlangen wird im Allgemeinen in einer massiven Form dargestellt, die zusammengerollt im Raum schwebt oder auf einem universellen Ozean, um so das Ruhelager für Vishnu zu bilden. Vishnu befahl nun, Adisesha in menschlicher Gestalt wiedergeboren zu werden und den Menschen das gewünschte Wissen zu bringen. Adisesha fiel in der menschlichen Form des Patanjali vom Himmel in die betenden Hände einer Frau. Patañjali bedeutet "Pata" zu fallen und "Jali" unter Bezugnahme auf oben genannte Mudra. Patanjalis Buch "Die Yoga Sutras" wird folglich als Weg zur Verminderung und Vermeidung menschlichen Leidens angesehen.

Mythologisch wird Patanjali in Meditationsposition dargestellt. Die Figur ist von einem vielfachen Schlangenhaupt wie ein Schirm beschützt. Die Schlangen stehen für Stärke und Anpassungsfähigkeit. Er ist weiß gekleidet zum Zeichen seiner Reinheit. Mnachmal werden ihm als Symbole eine Muschel beigegeben (erzeugt Geräusch = Wissen) und ein Schwert, das die geistigen Hindernisse wegräumen kann. Oft finden sich auch Chakren (wörtlich Feuerwind) zum Zeichen, dass die Unreinheiten beseitigt werden können. Der untere Teil seines Körpers ist meistens ein Schlangenkörper, da er als Patanjali des Schlangengottes Adishesa angesehen wird.

 

 

 

© Jana A. Czipin

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update: 29.09.2012