Yoga in Dahab | ||
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Satya: Kommunikation der Wahrheit |
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2. YamaNahezu alle Religionen und Kulturen halten die Lüge für etwas verwerfliches und reihen sie unter die Dinge, die ein Mensch unterlassen sollte. Auch das Yoga kommt zu dieser Erkenntnis. Allerdings ist hier nicht die absolute Wahrheit gemeint, sondern die Kommunikation der Wahrheit. In einem Kommentar zu den Sutras (von Vyasa) wird dies folgendermaßen beschrieben: Wahre und gute Dinge soll man aussprechen, jedoch wahre negative Dinge für sich behalten. Auch soll man keine beschönigende Lügen von sich geben. Man soll also Täuschungen zu vermeiden und keine Versprechungen abzugeben, die nicht zu halten sind. Ebenso wichtig ist es, sich nicht selber zu belügen. Dies verlängert nur die Schmerzspirale. Dies kann uns nicht zur notwendigen Selbsterkenntnis führen. Wer lügt, muß seine Entlarvung fürchten und lebt daher in Unruhe. Der Geist kann nicht in einem Zustand dauerhaften und reinen Friedens kommen. Jede Form von Unwahrheit oder verschwiegener Wahrheit führt zu einer Belastung der zwischenmenschlichen Beziehung. Es steht "etwas zwischen zwei Menschen", dass das Verhältnis belastet und die Distanz zwischen den Menschen vergrößert. Das hat üblicherweise schmerzhafte Folgen. Es ist wichtig, sich zu vergegenwärtigen, dass unsere Wahrnehmung und Vorstellung nicht immer die ganze Wahrheit erkennen können. Auch wenn wir zutiefst davon überzeugt sind, sollten wir unsere Meinungen und Ansichten subjektiv formulieren. „Ich habe das Gefühl, dass ..., ich denke, dass ..., auf mich wirkst du ..." sind Formulierungen, die harte Fronten vermeiden und dem anderen die Möglichkeit offen lassen, seine Wahrnehmung zu artikulieren. Meistens liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen und die Griechen erfanden die Diskussion, um genau das herauszufinden.
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OM SHANTI OM |
letztes update: 11.08.2010 |