Yoga in Dahab

 

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Saucha: Reinheit

 

 

 

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1. Niyama

  • Bahya: äußere Reinlichkeit in Kleidung und Körperpflege
  • Antar: innere Reinlichkeit, gepflegt durch Asana, Pranayama (körperlich) und Meditation (geistig)

Schwitzen ist eine der wichtigsten Reinigungsfunktionen des Körpers. Mit den Körper- und Atemübungen wird Hitze im Körper erzeugt, die Verunreinigungen verbrennen und durch Schwitzen ausscheiden. Mit den sogenannten Kriyas, speziellen Reinigungstechniken, wird der Körper weiter gereinigt. Dazu gehören Darmreinigungen ebenso wie Reinigung der Nase mit Salzwasser und Fasten.
Klarheit des Denkens und Läuterung der Seele erfolgt durch die Befolgung von Yamas und Niyamas und der Geist wird durch Meditation gereinigt.

In der Yogaklasse drückt sich Saucha dadurch aus, dass man nach der Stunde seine Matte ordentlich wegräumt und den Bereich anderer Studenten respektiert (z.B. nicht über die Matte anderer laufen). Mit dem Reinhaltegebot stellen wir sicher, dass die Energie um uns herum sauber und geschützt ist. Es lehrt uns auch Aufmerksamkeit und Respekt.

In Europa ist es selbstverständlich, sein Zuhause sauber zu halten, regelmäßig zu duschen, sich die Zähne zu putzen und ordentliche Kleidung zu tragen. Ebenso selbstverständlich sollte eine innere Reinlichkeit sein. Das beginnt damit, welche Art von Nahrung dem Körper zugeführt wird. Je mehr Schadstoffe (Fett, Zucker, Chemie) diese enthält, desto stärker ist er belastet und kann schneller erkranken. Man sollte also auf vollwertig und natürliche Ernährung Wert legen. Alkohol, Nikotin und stark gewürzte Speisen z.B. stören die geistige Klarheit und belasten den Körper.

Die geistige Nahrung ist ebenso wichtig wie gesunde Ernährung. Je nachdem, was ich meinem Geist zuführe, kann ich ihn verunreinigen und beunruhigen oder ihn entspannen und klären. Wenn man abends einen Horrofilm sieht, dann wird man vermutlich unruhig schlafen und sich schlecht entspannen können. Im Sinne einer geistigen Gesunheit darauf achten, was man liest oder sich im Fernsehen ansieht. Man sollte bedenken, welche Art und welche Mengen von geistiger Nahrung man sich tagtäglich zuführt. Der Geist kann besser zur Ruhe kommen und sich besser konzentrieren, wenn er nicht von zu viel geistigem "Junkfood" übersättigt ist. Damit ist nicht gesagt, dass man sich niemals die Nachrichten ansehen soll oder kein Computerspiel spielen darf. Jedoch sollte der Umfang des Konsums gemäßigt sein.

Das entsprechende Patanjali Sutra lautet:

2.41 Wer sich in innerer und äußerer Reinlichkeit übt, der entwickelt eine positive Haltung, ist mehr zielgerichtet, beherrscht die Sinne und bekommt ein besseres Selbstbild.
(sattva shuddhi saumanasya ekagra indriya-jaya atma darshana yogyatvani cha)

Innere Reinigung meint auch, dass man negative Zustände des Geistes vermeiden sollten. Dazu zählen Sehnsucht, Ärger, Täuschung, Gier, Arroganz und Eifersucht.

Die konstanze Reinigung läßt uns auch erkennen, dass der Körper vergänglich ist und sich ständig verändert. Das ermöglicht uns, Abstand vom Körper zu gewinnen, was wiederum unsere Angst vor dem Tod verringert.

 

 

© Jana A. Czipin
OM SHANTI OM
letztes update: 11.08.2010