Yoga in Dahab

 

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1. Yama: Zurückhaltung

 

 

 

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Die fünf Yamas geben Regeln vor, die unser Verhalten zu anderen Menschen bestimmen und einen harmonischen Umgang mit ihnen fördern sollen. Dies wird durch die Beherrschung unserer Affekt erreicht, die kontrolliert, aber nicht unterdrückt werden. Die Yamas stellen einen Idealzustand dar, den es Schritt für Schritt anzustreben gilt und die immer wieder geübt werden müssen. Nur durch kontinulierlicher Übung können sich die positiven Resultate zeigen.

Der Name des ersten Feldes "yama" bedeutete ursprünglich "Zügel". Patanjali beschreibt es als Zurückhaltung oder Einschränkung, die wir uns freiwillung auferlegen, um unsere Bestrebungen konzentrieren zu können. Auf diese Weise erlauben die Zügel dem Reiter (= Verstand) sein Pferd (= Instinkte) dahin zu lenken, wohin er kommen möchte.

  1. Ahimsa: Gewaltlosigkeit
  2. Satya: Kommunikation der Wahrheit
  3. Asteya: Nicht-Stehlen
  4. Brahmacharya: Mäßigung
  5. Aparigraha: Nicht-Begehren

Es gibt Ausnahmen von diesen Regeln. So kann es einem durch Beruf, Ort, Zeitpunkt oder Umstände unmöglich sein, die Vorschriften durchgehend einzuhalten. Ein Fleischer muß gewaltätig sein, wenn er ein Tier tötet. Einem Kind sagt man vielleicht erst zu einem späterem Zeitpunkt die Wahrheit. Möglicherweise verlangt die Tradition einer Kultur die Annahme eines Geschenkes, weil man eine Ablehnung als grobe Beleidigung ansehen würde. In solchen Fällen verunreinigt man sich nicht dadurch, dass man den Regeln nicht folgen kann. Wer sich jedoch auf allen Ebenen immer an diese Vorschriften halten will, wird in Indien Mahavratam (= großer Schwur) genannt. Mahatma Ghandi ist ein Beispiel dafür.

 

 

© Jana A. Czipin
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letztes update: 11.08.2010